Vorstand & Beirat

Die DAVO wird von einem Vorstand geleitet, der aus Vorsitz, stellvertretendem Vorsitz, Schriftührer:in und Schatzmeister:in besteht. Die Mitglieder werden für drei Jahre gewählt. Der Beirat wird ebenfalls für drei Jahre gewählt und unterstützt den Vorstand in inhaltlichen und strategischen Fragen.

Der aktuelle Vorstand sowie die meisten Beiratsmitglieder wurden auf der Mitgliederversammlung am 10. September 2025 gewählt.

Mitglieder des Vorstands

Christine Binzel

Vorsitzende

Christine Binzel ist Professorin für Volkswirtschaftslehre: Wirtschaft und Gesellschaft des Nahen Ostens an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Ihre Forschung umfasst Themen der Entwicklungsökonomie, Wirtschaftsgeschichte und politischen Ökonomie – mit besonderem Interesse an sozialer Mobilität, gesellschaftlichem Zusammenhalt sowie sozialen und religiösen Bewegungen. Für ihre Forschung nutzt sie vorhandene Mikrodaten, digitalisiert historische Quellen und erhebt eigene Daten durch Umfragen, Labor- und Feldexperimente. Christine Binzel ist Faculty Fellow der Association for Analytic Learning about Islam and Muslim Societies (AALIMS), Research Fellow am Centre for Economic Policy Research (CEPR) sowie Mitglied des Ausschusses für Entwicklungsökonomie im Verein für Socialpolitik.

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Foto: Georg Pöhlein

Hanna Al Taher

Stellvertretende Vorsitzende

Hanna Al Taher ist Politikwissenschaftlerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte der TU Dresden. Hanna ist assoziierte Forscherin an der Universität Kassel und der Queen Mary University London. Ihre Arbeit befasst sich aktuell mit Staatstheorie, Grenzen und Pässen aus einer queer-marxistischen Perspektive und ist der kritischen Erforschung von Machtverhältnissen gewidmet.

Foto: Hawwari

Benjamin Schütze

Schatzmeister

Benjamin Schütze ist Senior Researcher und Leiter einer Emmy-Noether-Forschungsgruppe mit dem Titel „Renewable Energies, Renewed Authoritarianisms? The Political Economy of Solar Energy in the MENA“ am Arnold-Bergstraesser-Institut (ABI) in Freiburg. Seine Forschung konzentriert sich auf ‚Demokratieförderung‘, Interventionspolitik, transregional vernetzte autoritäre Praktiken sowie die politische Ökonomie zeitgenössischer Energiepolitik. Besonderes Augenmerk legt er auf das Zusammenspiel von Klimakrise, dem Ausbau erneuerbarer Energien, der globalen Neuordnung autoritärer Macht und dem Entstehen neuer Widerstandsformen in Ländern wie Marokko, Tunesien und Jordanien. Er ist gewähltes Mitglied des BRISMES Committee for Academic Freedom (CAF), Alumnus der Young Academy for Sustainability Research (FRIAS) und Mitglied des International Editorial Advisory Board der Zeitschrift Middle East Critique.

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Foto: Klaus Polkowski

Hanna Kienzler

Schriftführerin

Hanna Kienzler ist Professorin für Global Health am Department of Global Health and Social Medicine und Co-Direktorin des ESRC Centre for Society and Mental Health am King’s College London. Ihre Forschung untersucht, wie systemische Gewalt, Krieg und komplexe humanitäre Krisen die Gesundheit und psychische Gesundheit beeinflussen – unter anderem in dem besetzten palästinensischen Gebiet, in Kosovo sowie unter Geflüchteten in Großbritannien. Sie erforscht die psychischen Folgen von Krieg und Trauma für Überlebende, die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen sowie die Wirksamkeit humanitärer und psychosozialer Interventionen in fragilen Staaten. Hanna Kienzler ist Mitbegründerin des Netzwerks Refugee Mental Health & Place. Methodisch kombiniert sie ethnographische Ansätze mit einer Vielzahl anderer qualitativer Methoden, partizipativen Forschungsansätzen und kunstbasierten Verfahren.

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Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats

Sara Ababneh, ist Dozentin für Internationale Beziehungen an der University of Sheffield, wo sie zu den Themen Politik des Nahen Ostens, geschlechtsspezifische Politik in der arabischen Welt sowie Rasse und Rassismus in der Weltpolitik lehrt. Zuvor war sie als Associate Professor am Center for Strategic Studies der University of Jordan tätig und fungierte dort als Leiterin der Abteilung für politische und soziale Forschung. Ababneh erwarb ihren Doktorgrad (DPhil) in Politik und Internationalen Beziehungen am St. Antony’s College der University of Oxford. Sie hat unter anderem zu den Arabischen Aufständen, zur Politik des Widerstands, zu Gender und Islamismus, zu muslimischem Familienrecht sowie zu geschlechtsspezifischer und arbeitsbezogener Politik in der arabischen Welt publiziert, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Jordanien und Palästina.

Sebastian Elsässer, ist Privatdozent für Islamwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und Leiter der DFG-Forschungsgruppe „Generationen islamischen Aktivismus“ (2023–2026). Er studierte in Berlin und Kairo Islamwissenschaft, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft und wurde 2012 an der Freien Universität Berlin zu einer Arbeit über die christliche Minderheit im zeitgenössischen Ägypten promoviert. Von 2008 bis 2011 war er Gastdoktorand am CEDEJ, einem französischen Forschungszentrum für Sozialwissenschaften in Kairo, und unterrichtet seit 2011 Nahost- und Islamwissenschaft an den Universitäten Kiel, Hamburg und Freiburg. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Gesellschaft, Religion und Politik in der modernen arabischen Welt. Seine Publikationen umfassen die ideologische und soziokulturelle Geschichte der Muslimbruderschaft, koptische Christen in Ägypten, Scheidung und Familienrecht, und Nichtreligion und Atheismus in der arabischen Welt.

Nils Riecken, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) im ERC-Projekt “Late Ottoman Palestinians: Social and Cultural Dynamics in an Eastern Mediterranean Society during the Age of Empire, 1880-1920” (LOOP) am Institut für Arabistik und Islamwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz- Zentrum Moderner Orient und hat den Lehrstuhl für Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin vertreten. Seine Forschung und Lehre verbinden Arabistik und Islamwissenschaft, historische, kritische und politische Theorie, postkoloniale Studien, Intellectual history und Sozialgeschichte. Seine Arbeitsfelder sind spätosmanische Staatlichkeit in Palästina, zeitgenössische arabische Philosophie (insbesondere das Werk Abdallah Larouis), Islam und Moderne, Historizität und Zeitlichkeit, Postkolonialität, Kritik, Universalismus und Subjektivität sowie Wissensproduktion in Arabistik und Islamwissenschaft im Kontext der Staatsraison. In seinem demnächst erscheinenden Buch interpretiert er den zeitgenössischen marokkanischen Intellektuellen, Historiker und Romancier Abdallah Laroui (*1933) als Theoretiker, der zu lokalen, regionalen und globalen Debatten beiträgt. Seine Arbeiten sind unter anderem in Democratic Theory, Der Islam, Geschichte & Gesellschaft, History & Theory, Peripherie und ReOrient erschienen.

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ORCID

Serena Tolino, Professorin für Islamwissenschaft und Middle Eastern Studies an der Universität Bern, Leiterin des SNF Starting Grants TraIL. Tracing Labour in Islamicate Legal Traditions, des SNF-Projekts TraSIS. Trajectories of Slavery in Islamicate Societies. Three Concepts from Islamic Legal Sources sowie Co-Leiterin des SNF/DFG-Projekts The Flow: From Deep Learning to Digital Analysis and their Role in the Humanities. Creating, Evaluating, and Critiquing Workflows for Historical Corpora.

Schirin Amir-Moazami, ist Professorin und Leiterin des Profilbereichs Islam in Europa am Institut für Islamwissenschaft der Freien Universität Berlin und ist PI an der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies. Sie hat in Politikwissenschaft und Soziologie in Frankfurt am Main, Marseille, Paris und Berlin studiert und im Department Social and Political Sciences am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz promoviert. Ihre Forschung beschäftigt sich mit der Ausgestaltung von religiös-kultureller Pluralität in westeuropäischen Einwanderungsgesellschaften, kritischer politischer Theorie, Säkularismus, Körperpolitiken und Politiken der Wissensproduktion. Zu diesen Themen hat sie u.a. 2018 das Buch Der inspizierte Muslim. Zur Politisierung der Islamforschung in Europa herausgegeben. Ihre letzte Monografie zur Machtanalytik von Integrationspolitiken in Deutschland erschien 2022 bei Bloomsbury Academic unter dem Titel: Interrogating Muslims. The Liberal-Secular Matrix of Integration.

Schirin

Björn Bentlage, Post-Doc Wissenschaftler und Dozent für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Bern und der LMU München. Meine Forschungsinteressen reichen von frühmoderner arabischer Reiseliteratur über die Verflechtungsgeschichte des Nahen Ostens im 19. und 20. Jhdt. bis zu gegenwärtigen Rechtsentwicklungen und Gefängnisliteratur.

Björn

Aymon Kreil, ist assoziierter Professor an der Fachgruppe für Sprachen und Kulturen der Fakultät für Geisteswissenschaften und Philosophie der Universität Gent und Co-Direktor des Centre for Anthropological Research on Affect and Materiality (CARAM). Kreil schloss 2012 sein Studium der Anthropologie an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS, Paris) und der Universität Neuenburg ab. Kreil hat den grössten Teil seiner anthropologischen Forschung in Ägypten durchgeführt, wo er sich mit den Themen Liebe, Sexualität, Kunst und religiöse Autorität befasst. Er ist Mitherausgeber der Bücher Reinventing Love? Gender, Intimacy and Romance in the Arab World (Peter Lang, 2018), Making Sense of Change: Methodological Approaches to Societies in Transformation (Palgrave McMillan, 2021) und Sex and Desire in Muslim Cultures: Beyond Norms and Transgression from the Abbasids to the Present Day (IB Tauris, 2021).

Aymon Kreil